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Bundesamt für Naturschutz

KoMBi - Kollektive Modelle zur Förderung der Biodiversität

Bundesprogramm Biologische Vielfalt
Die Artenvielfalt in der Agrarlandschaft ist weiterhin rückläufig. Die zur Verfügung stehenden Instrumente wie die Gemeinsame Agrarpolitik als wichtigstes Steuerungsinstrument können unter anderem aufgrund bestehender Zielkonflikte nur schwer und zeitaufwendig angepasst werden. Instrumente, die agrarökologische Maßnahmen effektiver umsetzen, bestehende Ressourcen bündeln und weitere Akteur*innen in die Landbewirtschaftung einbinden sollen daher im Projekt KoMBi entwickelt werden.
Bundesland
Baden-Württemberg
Brandenburg
Hessen
Sachsen
Laufzeit
01.01.2023 - 31.12.2028
Finanzvolumen
12.900.000 €
Förderschwerpunkt
Weitere Maßnahmen von besonderer repräsentativer Bedeutung für die Strategie
Blühstreifen an einem Feld
Vielfalt in der Agrarlandschaft

Kollektive Modelle zur Förderung der Biodiversität (KoMBi)

Projekt

Hauptziel des Vorhabens ist es, in mehreren Modellregionen in Deutschland Kooperationsprozesse zwischen Landwirt*innen und weiteren Akteur*innen (z.B. Kommunen) zu etablieren und Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen (AUKM) betriebsübergreifend zu planen und umzusetzen. Dabei soll ein einzelbetrieblicher oder gar schlagbezogener Fokus durch eine Betrachtung auf Landschaftsebene ersetzt werden. Dies soll die Wirksamkeit von Maßnahmen zum Schutz der Biodiversität in der Agrarlandschaft verbessern, indem beispielsweise ihre räumliche und zeitliche Vernetzung erhöht wird. Auch für die Landwirt*innen kann die kollektive Umsetzung attraktiver sein als die Umsetzung von Einzelmaßnahmen: Die Anträge auf Fördermittel werden durch die Kollektive gestellt, was den Aufwand und auch das Risiko bei der Maßnahmenumsetzung reduziert. Zudem kann sich die Wertschöpfung der Betriebe durch die Maßnahmenprämien erhöhen. Durch die Sammelanträge soll sich auch der Verwaltungsaufwand der zuständigen Behörden reduzieren. Das Vorhaben erstreckt sich auf vier Modellregionen in Baden-Württemberg, Brandenburg, Hessen und Sachsen.

Maßnahmen

Die Koordinierung der Kooperationsprozesse und die fachliche Beratung der beteiligten Akteure übernehmen die Projektträger in den jeweiligen Modellregionen. Grundlage der in den Modellregionen umzusetzenden kooperativen Maßnahmen wird ein vorab partizipativ zu entwickelndes landschaftsbezogenes Fachkonzept sein. Zwischen den Modellregionen ist ein enger Austausch und Wissenstransfer vorgesehen.

  1. In der Initiierungsphase werden die potenziell teilnehmenden Akteure kontaktiert und die jeweiligen Kooperationsbeziehungen vorbereitet.
  2. In der Implementierungsphase werden die kollektiven Planungs- und Umsetzungsmodelle in den jeweiligen Modellregionen etabliert.
  3. Die Transformationsphase dient schließlich der Übertragung der Erkenntnisse in die landwirtschaftliche und außerlandwirtschaftliche Praxis, in andere Regionen und in den politischen Diskurs.

Die Planung und Umsetzung der Maßnahmen sowie die Kooperationsprozesse werden wissenschaftlich interdisziplinär begleitet. Unter anderem wird untersucht, inwiefern die überbetriebliche Planung, Durchführung und Weiterentwicklung von Biodiversitäts-, Klima- und Ressourcenschutz auf Landschaftsebene zu messbaren agrarökologischen Verbesserungen führt und welche kollektiven bzw. betrieblichen Anforderungen und Auswirkungen damit verbunden sind. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen für eine Nutzung durch die Politik aufbereitet werden, um zur Optimierung der agrar- und biodiversitätspolitischen Instrumente auf deutscher und EU-Ebene beizutragen. Dazu soll auch ein enger Austausch zwischen Praxis, Beratung und Wissenschaft beitragen.

Projektträgerschaft

WWF Deutschland
Julia Vogel
Reinhardtstr. 18, 10117 Berlin
030 311777-230
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Institut für Agrarökonomie
Olshausenstr. 40, 24098 Kiel
DLG - Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft e.V.
Eschborner Landstr. 122, 60478 Frankfurt am Main
DVL - Deutscher Verband für Landschaftspflege e.V.
Promenade 9, 91522 Ansbach
Justus-Liebig-Universität Gießen
Tierökologie und Spezielle Zoologie
Ludwigstr. 23, 35390 Gießen
Landschaftserhaltungsverband Breisgau-Hochschwarzwald e.V.
Europaplatz 1, 79206 Breisach
Landschaftspflegevereinigung Lahn-Dill e.V.
Jordanstr. 2, 35764 Sinn
Landschaftspflegeverband Sächsische Schweiz-Osterzgebirge e.V.
Alte Str. 13, 01744 Dippoldiswalde/OT Ulberndorf
Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V.
Eberswalder Str. 84, 15374 Müncheberg
Verein für Landschaftspflege Potsdamer Kulturlandschaft e.V.
Gutenbergstr. 63, 14467 Potsdam

Förderung durch

Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) sowie Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Baden-Württembergisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz und Energiewirtschaft und Sächsisches Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft

Kontakt

Programmbüro Bundesprogramm Biologische Vielfalt
0228 3821-1809
0228 3821-1440
Heinrich-Konen-Str. 1, 53227 Bonn
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